Gedichte

den geruch der kindheit

schön und schmerzlich zugleich

einsam und selbstvergessen, angst und verstrickung,

enge, unsicherheit und verlorenheit

 

auf der suche nach der wahrheit, echtheit - der anwesenheit von liebe

dem angenommen sein, der zärtlichen zugewandtheit

 

immer auf der suche und nun - sie gefunden -

bei mir - trost und schutz - den es da draußen nicht gibt

 

diese illusion, diese täuschung erkennen, im tiefen frieden

damit sein  - und es ist gut so

 

Auch wenn ich es manchmal noch gerne anders hätte:

zu schön der traum von der wahren verschmelzenden liebe

 

Aus: Mona Abboud, ....fast war es Abend schon
 

 

 

warten auf dieses Große

diesese Große Umwerfende

alles Umfassende

 

- das mich mich Selbst vergessen läßt

und mich Eintauchen in dieses Namenlose

- wie im Nebel sich Auflösende

 

mich Hingeben - mich Selbst Hingeben

und dabei

mich Selbst verlieren

 

 

Aus: Mona Abboud

...fast war es Abend schon

 

die freude wohl

und hüpft sie auch in deinem herzen –

möcht´ ich dir nahe sein und doch bei mir

 

nicht mich so fallen lassen ins unendliche

wo´s tränenmeer mich frisst

bin ich doch schon hinabgetaucht

und weiss wo neptun wohnt

 

so kann ich jetzt gelassen wohl mir

warten bis der frühling kommt

und ist das dunkel hinter mir

so leuchtet gold der sonne grund

 

Aus: Mona Abboud

...fast war es Abend schon

 

 

In diesem Spiegelkabinett
siehst du eine Menge Dinge.
Reibe dir die Augen!
Nur du allein bist da.

 

Wenn du dir eine Perle wünschest,
Such sie nicht in einer Wasserlache.
Denn wer Perlen finden will,
muss bis zum Grund des Meeres tauchen.

 

Aus: Rumi, Das Lied der Liebe
 

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© Mona Abboud

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